Schnelle Hilfe
Orientierung im Trauerfall
Was jetzt wichtig ist. Was wir gemeinsam klären. Und was Schritt für Schritt folgen kann.
Wenn ein Mensch stirbt, ist vieles gleichzeitig da. Sie müssen die nächsten Schritte nicht allein tragen. Diese Übersicht hilft Ihnen, Aufgaben zu sortieren und Unterstützung zu finden.
Sie können einzelne Punkte abhaken. Die Markierungen werden nicht übermittelt und können beim Neuladen verloren gehen. Nicht jeder Punkt trifft auf jede Situation zu.
Zuerst
Ärztliche Hilfe und eine Person an Ihrer Seite
Bei einem möglichen medizinischen Notfall: 112. Wenn eine Person nicht ansprechbar ist, nicht normal atmet oder Sie unsicher sind, ob sie noch lebt, rufen Sie den Rettungsdienst und folgen Sie den Anweisungen.
Bei einem erwarteten Todesfall zu Hause informieren Sie die Hausarztpraxis. Ist diese nicht erreichbar, wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Eine Ärztin oder ein Arzt führt die Leichenschau durch und stellt die Todesbescheinigung aus.
Im Krankenhaus, Pflegeheim oder Hospiz wenden Sie sich an das Personal; die Einrichtung organisiert die ärztliche Feststellung.
Vielleicht kann jemand bei Ihnen bleiben, Anrufe übernehmen, Kinder begleiten oder sich um den Alltag kümmern. Sie dürfen Aufgaben verteilen.
Wir besprechen die nächsten Schritte, die Überführung und Ihre Wünsche für den Abschied. Wenn Sie noch Zeit mit dem verstorbenen Menschen zu Hause verbringen möchten, sprechen Sie das früh an. Die Möglichkeiten klären wir für Ihre konkrete Situation.
Für unser Gespräch
Unterlagen und persönliche Wünsche sammeln
Hilfreich sind ein Ausweis oder ein anderer Wohnsitznachweis sowie die Geburtsurkunde. Je nach Familienstand können weitere Unterlagen gebraucht werden:
- Verheiratet / eingetragene Lebenspartnerschaft
- Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde
- Verwitwet
- Urkunde der Ehe oder Lebenspartnerschaft und Sterbeurkunde der verstorbenen Partnerperson
- Geschieden / Lebenspartnerschaft aufgehoben
- Urkunde der Ehe oder Lebenspartnerschaft und Nachweis ihrer Auflösung
Das Standesamt bestimmt, welche Dokumente im Einzelfall erforderlich sind. Wenn etwas fehlt, sprechen Sie es an. Für den ersten Kontakt müssen Sie noch nicht alles gefunden haben.
Gibt es eine Bestattungsverfügung, einen Vorsorgevertrag, Unterlagen zu einem bestehenden Grab oder festgehaltene Wünsche? Bringen Sie mit, was Sie finden.
Sie müssen nicht alle Gespräche selbst führen. Eine vertraute Person kann helfen, Angehörige und Freunde zu erreichen. Wenn Kinder betroffen sind, besprechen wir auch, welche Begleitung sie brauchen.
Wir klären die Bestattungsart, den gewünschten Ort und Ihre Vorstellungen für den Abschied. Musik, Fotos, Kleidung oder persönliche Worte können Ausgangspunkte sein. Vor Ihrer Entscheidung erhalten Sie eine Übersicht der vereinbarten Leistungen und zusätzlichen Kosten.
Die weitere Organisation
Schritt für Schritt weitergehen
Diese Aufgaben lassen sich verteilen. Auch hier können Fristen gelten; klären Sie diese frühzeitig mit den jeweiligen Stellen.
Klären Sie, welche Meldungen erforderlich sind, welche Unterstützung beauftragt wurde und ob Leistungen für Hinterbliebene beantragt werden können. Auch die weitere Absicherung mitversicherter Angehöriger sollte besprochen werden.
Informieren Sie die Bank und klären Sie Vollmachten und Verfügungsberechtigungen. Prüfen Sie gemeinsam, welche Zahlungen weiter benötigt werden, bevor Daueraufträge oder Lastschriften beendet werden.
Sammeln Sie Informationen zu Miete, Energie, Telefon, Versicherungen und Abonnements. Prüfen Sie jeweils, ob ein Vertrag weitergeführt, geändert oder beendet werden soll. Besonders bei Miet- und Nachlassfragen können kurze Fristen und die Rechte weiterer Personen eine Rolle spielen; holen Sie bei Unsicherheit rechtlichen Rat ein.
Denken Sie an Online-Konten, digitale Abonnements und hinterlegte Wünsche zum Umgang mit Erinnerungen. Klären Sie die Zugriffsberechtigung und die Verfahren der Anbieter, bevor Konten oder Daten gelöscht werden.
Wer kann im Alltag helfen? Wer hört zu? Auch nach der Beisetzung dürfen Sie sich melden. Gemeinsam schauen wir, welche Begleitung für Sie und Ihre Familie hilfreich ist.
Sie müssen nicht alles heute entscheiden.
Sie dürfen sich melden, auch wenn Unterlagen fehlen oder Sie noch keine Vorstellung vom Abschied haben.
Karina Desta anrufen